Sonntag, 20. August 2017

Mein Leben als Cuckold verändert mich

Ich erinnere mich gerade daran, wie sehr mir der Geruch ihres Liebhabers einst zusetzte, als er die Nacht neben ihr im Bett verbrachte, nachdem beide sich stundenlang miteinander vergnügten. Er war es, der den Platz neben der Eheherrin in unserem Ehebett einnahm, nicht ich. Daran aber lag es nicht. Die Eheherrin erklärte es mit Testosteron, das ich bis dahin nicht in dieser Form wahrnahm. Letztendlich war ich es, der unterlegen war, sie mich durch ihn ersetzte, beim Sex und auch anschließend für die Nacht im Ehebett.

Mein Leben als Cuckold

Jederzeit besteht die Möglichkeit, dass sich an diesem Punkte alles ändern kann, denn TPE und CIS befördern mich in meinen Möglichkeiten auf eine passive Position. Polyamorie zudem ist es, was das ganze Spiel nur einen Wimpernschlag von neuen Gefühlsstrukturen entfernt weiß. Polyamorie ist nur der Eheherrin zugänglich, nicht jedoch mir - diese Möglichkeit schloss sie für mich kategorisch aus. Sie hingegen ist bereits auf der Suche.

Reizen, Erregen, Verweigern

Jeden Tag reizt sie meine Sinne, erregt mich, fängt an, mich zu stimulieren, um mich anschließend wieder fallenzulassen, unbefriedigt, keine Entspannung. Mit ihrem momentanen Liebhaber trifft sie sich alleine, lässt mich außen vor, ich kenne ihn nicht einmal, sondern warte nackt und angekettet oder in der Kiste hier am Hof auf ihre Rückkehr. Dabeisein darf ich nicht, das mag er nicht, sie hält an dieser Stelle lieber zu ihm, wohl, um ihn dadurch nicht zu verlieren, denn sie weiß nur zu genau, dass sie mich nicht verlieren kann, ich ihr gehöre.

Was für eine Positionierung, sie, er, ich. Hier nehme ich eine drastische Zurücksetzung von mir wahr, was einst als gemeinsame Idee startete, etwas, dass wir beide zusammen erleben wollten, grenzt mich physisch momentan immer mehr aus.

"Ich grenze dich nicht aus, Stück. Du bist doch dabei. Bevor ich zu ihm gehe, sperre ich dich in die Kiste und während ich mich mit ihm vergnüge, darfst an mich denken! Sobald ich wieder zuhause bin, darfst du an mir schnuppern und ihn riechen. Dann lasse ich dich an mir lecken und du wirst ihn schmecken. Zeige mir, dass du dankbar bist!"

Meine Abwesenheit in sämtlichen Fragen der Mitbestimmung nehme ich mittlerweile als natürlichen Umstand wahr, es ist zu etwas geworden, das ich nicht mehr hinterfrage, sondern annehme. Diese Form von Normalität ist für mich noch immer unfassbar, weil ich es bin, der hier verkleinert und zerstückelt ein immer reduzierteres Leben als Sklave führen darf, immer fremdbestimmter, immer selbstverständlicher in der Positionierung unten.

Reduzierung auf Löcher rückt weiter in den Vordergrund

Von der Eheherrin wurde ich an beiden Löchern anhand Abrichtung ausgebildet, durch meine Keuschhaltung zudem für Herren begehbar gemacht und die Eheherrin trifft sich mit anderen Männern.

"Ich denke, dass er nicht unbedingt Dom sein muss... er muss Lust haben, dich zu ficken, du Loch!"

Nun stelle ich erschreckenderweise fest, dass jetzt für mich die Zeit gekommen zu sein scheint, mir einen festen Liebhaber zu suchen. Bereits vor einigen Jahren gab es einen Herren, den die Eheherrin aussuchte, der uns regelmäßig besuchte, als wir noch in Altona lebten. Er kam, um mich zu ficken, anal, oral. Danach ging er wieder.

Nun darf ich mich aktiver auf die Suche begeben, nach einem Herren, einem Liebhaber, nach etwas festem, für meine Löcher. Er muss kein Dom sein, sagte die Eheherrin, er muss nur Lust haben, mich zu ficken. Dafür habe ich mir ein Profil angelegt, nicht wissend, wohin mich diese Reise führen wird.



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